Arbeitsweise und Kostenberechnung Vissers Inkassospezialisten

Für alle an Vissers Gerechtsdeurwaarders B.V. übertragene Aufträge gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die über den nachfolgenden Link eingesehen werden können: http://www.vissersinkasso.de/allgemeine-geschäftsbedingungen-vissers-gerechtsdeurwaarders-bv.html

Auf Anfrage können diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen auch mit der Post zugesandt werden.

Nachfolgend folgt eine Beschreibung unserer Arbeitsweise. In dieser Beschreibung wird die Kostenberechnung näher umschrieben. Keine Akte und/oder Schuldner ist vergleichbar, es kann sein, dass wir wenn es notwendig ist von der Prozedur abweichen müssen.

  • Vorgehensweise bei Reaktion und/oder Zahlung

    1. Ihr Schuldner erhält eine Mahnung (in Konsumentenangelegenheiten verpflichtet, ohne Kostenberechnung an Schuldner) oder eine Forderungsaufstellung (B2B).
    1. Wenn Ihr Schuldner reagiert und eine Zahlungsvereinbarung treffen möchte, dann leiten wir diesen Vorschlag an Sie weiter und warten Ihre Entscheidung ab. Die Zahlungsvereinbarung wird festgelegt und die Ratenzahlung wird von uns überwacht. Wenn nicht oder verspätet gezahlt wird, dann verfällt die Zahlungsvereinbarung und der Restbetrag ist direkt fällig. Wenn eine Zahlungsvereinbarung getroffen wird, dann tragen wir die empfangenen Zahlungen nach Deckung unserer eigenen Kosten in regelmäßigen Abständen an Sie ab.  Hierbei muss man sich jedoch immer an die von dem Bureau Financieel Toezicht(BFT) aufgelegte Aufbewahrungsfrist halten.

    Das Bureau Financieel Toezicht (BFT) stellt strenge Regeln für die Berechnung des Abtrages auf. Hierbei geht es um die Sicherung der Kontinuität der Büros. Wenn die Zahlungsvereinbarung vollständig eingehalten und die offene Forderung beglichen wurde, dann erhalten Sie von uns eine Endabrechnung.

    1. Es kann auch vorkommen, dass der Schuldner nicht reagiert, aber trotzdem die offene Forderung begleicht. In diesem Fall wird die Akte direkt abgerechnet und abgeschlossen.
  • Vorgehensweise keine Reaktion und/oder Zahlung

    1. Erfolgt keine Zahlung und/oder Reaktion dann folgt eventuell eine Forderungsaufstellung (Konsument) oder eine zweite Forderungsaufstellung (B2B). Erfolgt keine Zahlung und/oder Reaktion, dann wird versucht telefonisch und/oder über E-Mail Kontakt aufzunehmen. Außerdem fragen wir auch bei Kollegen nach ob die Person bzw. das Unternehmen bekannt ist und eventuelle Vollstreckungsmöglichkeiten bekannt sind.
    1. Der nächste Schritt beim Ausbleiben der Zahlung ist das Starten einer gerichtlichen Prozedur, oftmals bei dem Amtsrichter des Amtsgerichtes in der Region, in der der Schuldner niedergelassen bzw. wohnhaft ist. Diese Prozedur wird eingeleitet mit einer Vorladung. Vorladen ist eine Amtshandlung. Wir werden, vor Einleiten der Vorladung mit Ihnen diesen Weg und die damit verbundene Prozedur besprechen.

    Seit dem 01.01.2016 sind wir bei Konsumentenangelegenheiten verpflichtet das Digitaal Beslagregister(DBR) zu konsultieren. Jeder Gerichtsvollzieher ist verpflichtet, Pfändungen auf regelmäßiges Einkommen an das Register zu melden. Dadurch wird ersichtlich, ob der Schuldner in der Lage ist, Ihre Forderungen innerhalb von 3 Jahren zu bezahlen.  Wenn dies der Fall ist, dann können wir Ihnen eine positive Empfehlung geben. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, dann müssen wir Ihnen abraten. Sie müssen sich nicht an diese Empfehlung halten. Jede Entscheidung müssen Sie explizit an uns weitergeben.

  • Vorgehensweise im Falle einer gerichtlichen Prozedur

    1. Sollten Sie sich dafür entscheiden, die Vorladung ausführen zu lassen, dann erhalten Sie von uns eine Vorschuss Abrechnung. Gerichtsvollzieher dürfen nicht vorfinanzieren und die Kosten der Prozedur tragen. Da eine Vorauszahlung von Gerichtsgebühren von Gerichtsvollziehern für große Probleme sorgte, hat die Berufsorganisation (KBvG) eine für alle Gerichtsvollzieher bindende Regelung festgelegt. Eine Vorfinanzierung wurde damit per 01. Dezember 2013 verboten.

    Die Höhe des Vorschusses ist abhängig von der Höhe der Forderung und dient der Deckung von den notsächlichen entstehenden Kosten. Diese Kosten werden dann entsprechend in der Vorladung von Ihrem Schuldner zurückgefordert.

    1. In der Prozedur kann der Schuldner durch den Richter in Versäumnis gestellt werden oder der Schuldner kann einen entsprechenden Einspruch einlegen. Letztendlich wird ein Urteil ausgesprochen und erteilt. Ihre Forderung wird zugewiesen, teilweise zugewiesen oder abgewiesen. Der Richter entscheidet welche der Parteien die entstandenen Kosten trägt.
    1. Wenn Ihre gesamte Forderung abgewiesen wurde, dann ist direkt ersichtlich welche Prozesskosten auf Sie zukommen. Wird die Forderung nur teilweise anerkannt, dann wird meistens in dem Urteil aufgenommen, das jede Partei seine eigenen Kosten tragen muss. Wenn Ihre Forderung vollständig anerkannt wurde, dann folgt im Allgemeinen auch eine Kostenverurteilung der Gegenpartei
    1. Danach muss das Urteil offiziell an Ihren Schuldner ausgehändigt werden (offizielle Aushändigung mit Zahlungsbefehl). Genauso wie das Vorladen, ist das Aushändigen des Urteils eine Amtshandlung.
    1. Nach Aushändigung des Urteils (und dem Ausbleiben der Zahlung) stehen diverse Mittel zur Verfügung um Ihre Forderung einzutreiben. Dies sind die sogenannten Vollstreckungsmaßnahmen.

    Denken Sie hierbei auch an Pfändung von Einrichtung, Kontopfändung, Gehaltspfändung, etc. Wir überprüfen per Akte welche Vollstreckungsmaßnahme wir anwenden. Jede Pfändung ist eine Amtshandlung und wird festgelegt in einem Protokoll. Dieses Protokoll muss an den Schuldner ausgehändigt werden. Auch diese Handlung ist eine Amtshandlung. Das Ziel dieser Vollstreckung ist das Einbringen der Forderungen, alles auf einmal oder durch das Treffen einer Zahlungsvereinbarung.

  • Abwicklung

    Wenn die Forderung erfüllt und  der Vorgang damit erledigt ist oder Sie die Akte selbst schließen lassen möchten, dann werden wir die Akte abwickeln. Sie erhalten dann eine Endabrechnung.

    Eine Übersicht der Kostenpositionen, die in Ihrer Endabrechnung vorkommen (können):

    • 30 € Büro- und Aktenkosten, pro Akte.
    • Informationskosten (Auszug Handelsregistereintrag, Basisregistrierung Personen, Kataster etc.). Diese Kosten können variieren.  
    • Inkassokosten; wenn die gesamte Forderung, inklusiv unserer Kosten, an Sie gezahlt wurde oder wenn ein Teil der Forderung eingelöst wurde und Sie den Vorgang schließen lassen möchten. Abhängig von der Art des Vorganges werden die gesetzlichen Inkassokosten, ein Prozentsatz des bezahlten Betrages oder ein Betrag konform unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen in Rechnung gestellt.
    • Prozesskosten: diese Kosten bestehen aus den Kosten für eine Vorladung, Gerichtsgebühr und einen Vergütung für die Bevollmächtigung. Der Betrag für die Vorladung, genauso wie die Beträge der Amtshandlungen können Sie finden in der Btag, weitere Informationen  dazu finden Sie auch auf unserer Internetseite. Die anderen Kostenpositionen können Sie finden auf der Internetseite von ´Rechtspraak´ (www.rechtspraak.nl). Gerichtsgebühren sind abhängig von der Höhe der Forderung, die Vergütung für die Bevollmächtigung wird durch den zuständigen Richter festgestellt und ist abhängig von der Anzahl der Handlungen die von dem Bevollmächtigten (Vissers Gerechtsdeurwaarders) im Laufe der Prozedur ausgeführt werden muss.
    • Vollstreckungskosten; diese Kosten sind genau wie die Vorladung per Handlung an einen festen Tarif gebunden, diese Kosten sind festgelegt in der ´Btag´. Die gesamten Kosten sind also abhängig von der Anzahl der auszuführenden Vollstreckungshandlungen die verrichtet werden müssen.
    • Honorar: Sobald Kosten entstehen, die nicht unter die gewöhnlichen Tätigkeiten für die Aktenbehandlung fallen, wie das Führen der Prozedur oder das Anbieten eines Titels (zum Beispiel ein Urteil oder eine Entscheidung) wird eine im Verhältnis stehende Summe als Honorar, gemäß unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen in Rechnung gebracht. Hier sollte man denken an zum Beispiel das Führen von viel Korrespondenz und der Entscheidung den Vorgang zurückzuziehen und die Akte zu schließen, das Führen von Verhandlungen zwischen den Parteien die zu einer Vereinbarung führt, die Zahlungsunfähigkeit des Schuldners oder die Einleitung des Insolvenzverfahrens. Sollte dies der Fall sein, dann muss Ihre Forderung spezifiziert werden und bei dem zuständigen Amtsbetreuer oder Treuhänder angemeldet werden.

Öffnungszeiten und Erreichbarkeit

Wir sind von Montag bis Freitag von 09.00 bis 17.00 Uhr anwesend.
Sie können uns telefonisch erreichen von Montag bis Freitag von 9.00 bis 12.30 und 13.30 bis 16.00 Uhr.

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